Borobudur Tempel: Warum es sich lohnt, mitten in der Nacht aufzustehen

Knapp 25 Kilometer nordwestlich von Yogyakarta auf der indonesischen Insel Java befindet sich eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens. Besonders schön ist der Borobudur-Tempel zum Sonnenaufgang.

 

Der imposante Borobudur-Tempel wurde im 8. oder 9. Jahrhundert gebaut und 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

 

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Auf einem Hügel und harmonisch inmitten einer üppig-grünen Landschaft errichtet, misst der quadratische Bau an jeder Seite 123 Meter. Borobudur wurde übrigens erst im Jahr 1815 unter einer Schicht von Vulkanasche und wuchernden Pflanzen wiederentdeckt.

In den 70er Jahren wurde der buddhistische Tempel von der indonesischen Regierung und der UNESCO in einer achtjährigen Restaurationsphase wiederhergestellt.

 

Borobudur: Anreise

Teilweise werden von den Hotels in der Umgebung Touren angeboten. Darüber hinaus kannst du dir ein Auto mieten oder mit dem Taxi oder auch mit einem Fahrer von Uber zum Tempel gelangen. Die Anlage ist nur eine Stunde von Yogyakarta entfernt und eignet sich daher sehr gut für eine Halbtagestour.

 

Die beste Zeit für einen Borobudur-Besuch

Empfehlenswert ist es den Tempel während des Sonnenaufgangs oder des Sonnenuntergangs zu besuchen, da in diesen Zeiten die Lichtverhältnisse besonders schön sind und der Tempel sehr gut zur Geltung kommt. Idealerweise informierst du dich vorab über die entsprechenden Zeiten.

 

Borobudur Tempel – ein Erlebnisbericht

Es ist der Abend am Tag vor dem Besuch der Tempelanlage Borobudur. Ich liege im Bett des Atria Hotels in Magelang und versuche, einzuschlafen und das bereits um 22 Uhr. Es ist nicht einfach, vor allem weil ich weiß, dass ich schon um 3:30 Uhr in der Nacht wieder aufstehen muss, um eines der wunderbarsten Spektakel zu sehen, das ich auf meiner Indonesien Reise erleben werde.

3.30 Uhr: Der Wecker klingelt, jedoch bin ich schon 10 Minuten früher aufgewacht. Manchmal kann ich mich schon gut auf meine innere Uhr verlassen. Nachdem ich mich fertiggemacht hatte, treffen wir uns um 4 Uhr in der Lobby des Hotels und fahren mit dem Bus circa 30 min zur Tempelanlage. Diese meisten Mitfahrer schlafen unterwegs. Warum auch nicht, es ist ja auch mitten in der Nacht.

 

Wir tappen im Dunkeln

Es ist finster, stockfinster. Angekommen auf dem Parkplatz müssen wir erst den Metalldetektor im Eingangsbereich durchlaufen und uns anmelden.

Ich blicke in den Himmel und versuche, die Sterne zu erkennen. Im selben Moment erklärt uns der Guide, dass wir Glück haben. Am Tag zuvor war der Himmel mit Wolken bedeckt, heute ist er klar. Ich fange an zu grinsen und bedanke mich innerlich für den wolkenfreien Himmel.

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Nachdem jeder eine Taschenlampe erhalten hat, machen wir uns auf den dunklen Weg zum Tempel. Wenige Meter vor dem Bauwerk kann ich schon einige leuchtende Gestalten auf dem Weg zur Spitze entdecken und mir kommt der beruhigende Gedanke, dass wir nicht die Einzigen sind, die so früh aufstehen. Je nach Lauftempo benötigst du zwischen 10 und 20 Minuten, um vom Eingang auf die oberste Plattform von Borobudur zu gelangen. Nachdem wir die erhöhten Stufen hinaufgestiegen sind, treffen wir schon die ersten Besucher, die gerade ihre Kameras positionieren.

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Das Spektakel beginnt

Es ist kurz nach 5 Uhr und die Umgebung erhellt sich in einer morgendlich-nebligen Dämmerung. Auf der obersten Etage werden es mehr und mehr Besucher. Teilweise ist es gar nicht so einfach, einen guten Platz zu finden, um ungestört den Sonnenaufgang zu genießen.

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Als dann die Sonne hinter den Bergen langsam aufsteigt, taucht die gesamte Umgebung nach und nach in einen goldenen Schimmer. Besonders schön anzusehen ist die Kombination aus aufgehender Sonne, Bergen und Vulkanen im Hintergrund, die noch aus einem leichten Nebel hinausragen, und der in Gittersteinen errichteten glockenförmigen Stupas, die von den Strahlen der Sonne berührt werden.

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Einige Besucher laufen umher, um den besten Blickwinkel für Ihre Bilder zu ergattern. Jedoch kann ich nur empfehlen, einfach den Moment zu genießen und etwa umher zu schauen, sobald du ein paar Erinnerungsfotos geschossen hast. Zudem lohnt sich ein kleiner Rundgang auf der obersten Plattform definitiv.
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Der Weg zurück

Auf der Uhr ist es kurz nach 6 Uhr und die Umgebung ist vom Tageslicht erleuchtet. Nachdem die Sonne aufgegangen ist, gehen wir die erhöhten Stufen wieder hinunter.

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Auf dem Weg hinunter solltest du hin und wieder einen Blick zurück zum Tempel wagen, da das kräftige Grün der Bäume und der Borobudurtempel sehr gut harmonieren.

Vorbei an der großen goldenen Buddha-Statue kommen wir dann schon zum Manohara Resort, wo ein umfangreiches Buffet auf uns wartet.

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Fazit Borobodur

Eine wundervolle Erfahrung, an die ich mich definitiv lange erinnern werde.

 


Text & Fotos: Steffen Schmidts

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 28. Oktober 2016. Zuletzt aktualisiert am 28. Oktober 2016.

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