Bandung: Offroad-Abenteuer für Adrenalin-Freunde

Wenn du während deines Besuchs in Bandung ein wenig Abenteuer brauchst, ist diese Landrover-Tour eine interessante Option. Vorbei an Teeplantagen führt sie dich in den Jayagiri-Forest. Hier findest du einen Erfahrungsbericht mit vielen nützlichen Tipps.

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Mit fast drei Millionen Einwohnern ist Bandung die viertgrößte Stadt in Indonesien und zudem die Provinzhauptstadt von West-Java. Neben zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten in Bandung findest du auch abseits der befestigten Straßen ein spannendes Abenteuer. Hier mein Erlebnisbericht:

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Bandung offroad – ab ins Gelände

Es ist Mittag und wir haben uns im Familienfreizeitpark »Dusung Bamboo« ein köstliches Essen in einer faszinierenden Kulisse gegönnt. Doch danach geht es schnell los. In der Einfahrt warten schon einige Offroad-Fahrzeuge der Marke Landrover auf uns. Nach einer herzlichen Begrüßung und kurzem Briefing, wie die nächsten Stunden verlaufen werden, steigen wir bereits über die Ladefläche in die Fahrzeuge.

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Auf zwei Sitzbänken längs zur Fahrtrichtung positioniert haben jeweils zwischen vier und sechs Personen Platz. Zudem kann noch jemand auf dem Beifahrersitz mitgenommen werden. Generell kann ich dir von Herzen raten: Versuche in ein Auto zu steigen, das eine gepolsterte Rückenlehne besitzt. Auf den ebenen Strecken geht es zwar auch ohne, aber ab dem Zeitpunkt, ab dem du dich auch mal festhalten musst, wird sich dein Rücken für eine weiche Fläche zum Aufprallen bedanken.

Neben der Sitzbank liegen bereits einige gelbe Halbschalenhelme, von denen ich mir einen vorsorglich schnappe und auf meine Größe einstelle, damit er mir während der Tour nicht vom Kopf fällt. Man weiß ja nie.

 

Ladeklappe zu und los geht’s

Nachdem wir ca. 30 bis 45 Minuten vorbei an kleinen Orten auf einer asphaltierten Straße unterwegs sind, gelangen wir auf den ersten unbefestigten Weg, der uns bergauf entlang der Teeplantagen in den Jayagiri-Forest zum ersten Check-Point führt.

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Hier wartet am Rande des malerischen Waldes bereits ein feuerroter Landrover mit der Aufschrift »Landy Coffee«, um uns die Pause vor der nächsten Etappe schmackhaft zu machen. Im Glas werden frischgemahlene Kaffeebohnen mit heißem Wasser übergossen und zum Genuss bereitgestellt. Obwohl ich nicht unbedingt ein Kaffeeliebhaber bin, schmeckt mir dieser erstaunlich gut.

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Jetzt wird es ernst

Das nächste Briefing steht an. Jetzt gut zuhören und danach diese Regeln befolgen, sonst kann es schmerzhaft werden:

  • Sämtliche Körperteile dürfen während der Tour nicht aus dem Fahrzeug gehalten werden.
  • Über dem Kopf an Überrollbügeln der Ladefläche sind Handschlaufen befestigt, an denen du dich festhalten kannst. Nutze dafür auf keinen Fall den Überollbügel.
  • Solltest du eine Kamera oder sonstige Geräte dabei haben, die kaputt gehen könnten, verstaue sie in deinem Rucksack und versuche diesen irgendwie mit den Beinen festzuhalten

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Ich hatte glücklicherweise meine Actioncam dabei und habe sie bei möglichst jeder Pause an einer anderen Stelle des Fahrzeuges positioniert. Achte auch hier darauf, dass deine Cam auch wirklich fest und wasserdicht ist. Zudem sollte sie nicht außerhalb des äußersten Fahrzeugrahmens angebracht werden. Ich habe einen Octupus Tripod* verwendet, um meine Gopro zu fixieren.

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Durch Schlamm und Schlaglöcher

Endlich fahren wir weiter. Die mit 4×4-Allrad ausgestattete Autokarawane steuert im mäßigen Tempo die ersten Hindernisse an. Anfangs geht es etwas holprig zu und die ersten Passagiere fangen an zu grinsen und zu kichern. Je nachdem, welchen Fahrer du hast, geht es mehr oder weniger rasant zu, jedoch lenkten alle Ihre Fahrzeuge gekonnt durch das schwere Gelände.

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Plötzlich werden die Fahrzeuge vor uns langsamer und halten schließlich an. Es geht nun durch einen etwa 80 Centimeter tiefen Wassergraben, den jedes Auto einzeln passieren muss. Der Fahrer weist uns darauf hin, dass höchstwahrscheinlich etwas Wasser in den Fußraum fließt, und wir die Füße und Taschen oben halten sollten. Das ist nett, denn kurz danach merken wir, dass das Wasser fast bis zur Motorhaube reicht. Es ist echt beeindruckend, was diese Maschinen aushalten.

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Anschließend geht es weiter über Schlaglöcher durch tiefe Pfützen und Gräben, wobei sich das Auto entlang der Seitenwand durchschiebt. Teilweise fahren wir schräg im 45-Grad-Winkel durch die unebenen Spuren des Geländes. Mitunter ist es anstrengend, sich festzuhalten und nicht vom Sitz zu rutschen, aber es ist wahnsinnig lustig.

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Nach ca. zwei weiteren kurzen Pausen sind wir am Wendeplatz der Strecke angelangt. Da wir diese überwiegend leicht bergauf gefahren sind, haben wir nun einen ausgezeichneten Ausblick auf Bandung.

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Auf dem Weg zurück

Kurz nach Begin der Rückfahrt gibt es beim Nachbarfahrzeug eine Reifenpanne, die jedoch zügig von den Fahrern in Teamarbeit erledigt wird. Der Ersatzreifen auf der Motorhaube macht durchaus Sinn bei den Off-Road-Fahrzeugen.

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Kurz darauf bleiben wir in einem matschigen Graben stecken und müssen vom vorausfahrenden Fahrzeug mit dem Abschleppseil aus dieser misslichen Lage befreit werden.

Der Rückweg geht über die gleiche Strecke wieder zurück, die anfangs noch Spaß macht, mit der Zeit aber auch immer anstrengender wird, zumal es auch noch anfängt zu regnen und die Abenddämmerung einsetzt.

Als wir dann die asphaltierte Straße erreichen, kommt langsam ein Gefühl der Erleichterung auf, da wir wissen, dass es nun nicht mehr lange dauert, bis wir wieder festen Boden unter den Füßen haben.

Angekommen am Ausgangspunkt sind wir geschafft, hungrig und benötigen etwas Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten.

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Übersicht und weitere Tipps

Es werden verschiedene Pakete von den Veranstaltern angeboten. Unteranderem kannst du die Off-Road-Tour in Kombination mit Paintball oder Wildwasserrafting buchen.

Trage bei der Tour festes Schuhwerk, da du sonst im Schlamm deine Schuhe verlierst oder dich bei der Fahrt verletzen könntest. Zieh am besten Kleidung an, bei der es dir nichts ausmacht, wenn sie dreckig wird. Im Idealfall hast du Ersatzkleidung und Schuhe dabei. Preislich geht es ab 195.000 IDR (rund 14 €) pro Person los, wenn die Gruppe groß genug ist. Weitere Informationen kannst du auf der Homepage der Veranstalter umsehen.

 

 


Text & Fotos: Steffen Schmidts

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Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 15. Dezember 2016. Zuletzt aktualisiert am 16. Dezember 2016.

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