Bali: Tanah Lot – der Tempel im Meer

Zu den Highlights und beliebtesten Foto-Motiven auf Bali gehört der Meerestempel Tanah Lot. Wie du hinkommst, worauf du achten solltest und was es mit der Geschichte des Tempels auf sich hat, erfährst du hier.

 

Tanah Lot befindet sich auf einer kleinen Felsinsel nahe der Küste. Bei hohem Wasserstand ist der Tempel zu allen Seiten vom Meer umgeben.

 

Aufgrund dieser Lage ist Tanah Lot eines der begehrtesten Fotomotive auf Bali – vor allem zum Sonnenuntergang. In der Hauptsaison triffst du jedoch fast zu jeder Tageszeit auf zahlreiche andere Besucher, die ebenfalls gekommen sind, um diesen schönen Ausblick zu genießen. Möchtest du den Besuchermassen aus dem Weg gehen, hast du in den Morgenstunden die besten Chancen.

 

Ich habe Tanah Lot zusammen mit Uluwatu und Taman Ayun im Rahmen einer lohnenswerten Tempel-Tour von Erlebe Fernreisen besucht. Die Fotos entstanden in der Mittagszeit.

 

 

Tanah Lot – Geschichte des Tempels

Ende des 15. Jahrhunderts flüchteten viele Hindus aufgrund des sich ausbreitenden Islams von Java nach Bali. Einer von ihnen, der Priester Danghyang Nirartha, hatte der Sage nach aufgrund eines Lichtzeichens den Felsen entdeckt, auf dem der Tempel heute steht. Danach habe er einen nahgelegenen Platz am Ufer zum Meditieren genutzt und damit schon bald die Aufmerksamkeit anderer Leute auf sich gezogen, die dann an seinen Sitzungen teilnahmen. Um Auseinandersetzungen mit den bereits dort lebenden Priestern zu vermeiden, verlagerte er seinen Meditationsort daher vom Ufer direkt auf die Insel. Damit begann die Geschichte von Tanah Lot.

 

Bedeutung des Tempels

Dem Glauben nach steht der Tempel mit den Geistern des Meeres in Verbindung. Tanah Lot bedeutet übersetzt so viel wie »Tempel inmitten des Meeres«.

Der Tempel ist Teil einer »Kette« bestehend aus sieben verschiedenen Meerestempeln, die sich alle an der Südwestküste Balis befinden. Sie sollen gemeinsam die Dämonen abwehren, die aus dem Meer kommen.

 

 

Tanah Lot: Betreten des Tempels

Du kannst den Felsen betreten und so Tanah Lot aus nächster Nähe betrachten. Das Betreten des Inneren des Tempels ist jedoch nur gläubigen Hinduisten gestattet.

Unterhalb des Tempels kommst du zu einer kleinen Höhle. Darin befindet sich eine Süßwasserquelle, die als heilig gilt, weshalb der Eingang von Priestern bewacht wird. Gegen eine Spende kannst du dir mit dem heiligen Wasser dein Gesicht waschen.

 

Auf der anderen Seite in den Klippen auf dem Festland gibt es eine weitere Höhle, die Ular Suci genannt wird. Darin leben (giftige) heilige Schlangen, die du gegen ein kleines Eintrittsgeld gezeigt bekommst.

 

Tanah Lot: Lage und Anreise

Touren zum Tempel werden vielerorts auf Bali angeboten. Möchtest du individuell anreisen, musst du dich zuerst an die Südwestküste Balis begeben. Der nächstgrößere Touristenort im Süden, der nach einer ca. 25-minütigen Fahrt erreicht werden kann, ist Canggu.

Auch von Seminyak, Kuta und Denpasar aus kannst du den Tempel gut erreichen, fährst jedoch ein klein wenig länger. Auch wenn die Strecke auf der Landkarte nicht besonders weit aussieht, solltest du aufgrund des enormen Verkehrs in Balis Süden lieber etwas mehr Zeit einplanen.

Aus dieser Richtung kommend hältst du dich immer in Richtung Tabanan. Es gibt aber auch Schilder, die den direkten Weg nach Tanah Lot ausweisen, sobald du dem Tempel ein wenig näher kommst. Es ist also in jedem Falle leicht zu finden und gut ausgeschildert. Die letzten Kilometer sind landschaftlich reizvoll.

Vor Ort befindet sich ein großer kostenpflichtiger Parkplatz.

 

Auf dem Weg zum Tempel kommst du auch an dieser schönen Nachbar-Bucht vorbei:

 

Tanah Lot: Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants

Der Weg vom Parkplatz zum Tempel ist gesäumt von sehr vielen Souvenirläden. Es gibt auch einige Restaurants und einen Geldautomaten.

 

Tanah Lot: Eintrittspreise

Erwachsene zahlen 30.000 Rp, Kinder 15.000 Rp. Wenn du auf eigene Faust anreist, zahlst du beim Parken 2.000 für ein Motorrad bzw. 5.000 Rp für ein Auto.

Tanah Lot: Weitere Bilder

 

 

Ich bin Stefan. Seit 2006 ist Südostasien zu meiner zweiten Heimat geworden, seit 2013 berichte ich über die schönsten Ziele auf diesem Blog. Mehr über mich erfährst du hier. Du willst nichts verpassen? Dann folge mir auf Facebook, Twitter, Google+ oder Instagram.

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Veröffentlicht von Stefan Diener am 28. März 2017. Zuletzt aktualisiert am 28. März 2017.

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